Prävention sexualisierter Gewalt

Studien gehen davon aus, dass fast jedes dritte Mädchen und jeder siebte Junge mindestens einmal im Leben mit sexualisierter Gewalt konfrontiert ist, wobei in diesem Deliktbereich von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen wird.

Ein Kind erzählt seine Betroffenengeschichte siebenmal, bevor ihm ein Erwachsener glaubt. Allein diese nüchterne Zahl sollte alle im Verband Verantwortlichen aufrütteln und motivieren, Strukturen zu schaffen, die helfen, schnell zu reagieren.

Laut MiKADO (Missbrauch von Kindern: Ätiologie, Dunkelfeld, Opfer) – Studie, waren Betroffene bei ihrer ersten Erfahrung von sexualisierter Gewalt im Durchschnitt 9,5 Jahre alt. Nur ein Drittel dieser Gewalterfahrungen wurde mitgeteilt und gehört, gerade einmal 1% wird Ermittlungsbehörden oder Jugendämtern bekannt.

Auch in der DLRG-Jugend kann jede/r von sexualisierter Gewalt betroffen sein.

 

Kindeswohlgefährdung

Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn körperliche, geistige und seelische Grundbedürfnisse, die Kinder haben, durch Verantwortliche missachtet werden. Sexualisierte Gewalt ist eine Form der Kindeswohlgefährdung.

Der/die Täter/in nutzt die Macht- und Autoritätsposition aus, um seine eigenen Bedürfnisse auf Kosten des Kindes oder Jugendlichen zu befriedigen. Der Begriff „sexualisierte Gewalt“ macht deutlich, dass es sich dabei nicht um eine gewalttätige Form der Sexualität handelt, sondern um Formen der Machtausübung mit dem Mittel der Sexualität.

 

Ansprechpartner

Elena (praevention@rp.dlrg-jugend.de)

Passend zu ihrem Beruf als Sozialarbeiterin koordiniert Elena für die DLRG-Jugend in Rheinland-Pfalz das Projekt „Prävention sexualisierter Gewalt“ und fungiert dabei als Ansprechpartner für Interessierte, Involvierte oder Betroffene. Sie kümmert sich auch darum, wenn es um einen akuten Fall, eine Beratung oder um das Thema Führungszeugnis oder Schutzkonzept geht!

Veröffentlichungen

Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt für ein gewaltfreies Miteinander

Um diesem Anspruch Rechnung zu tragen wurde vom 18. Bundesjugendtag 2016 das Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt für ein gewaltfreies Miteinander Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt für ein gewaltfreies Miteinander in der DLRG-Jugend (PDF, 1,8 MB) der DLRG-Jugend einstimmig beschlossen.
in  Kernpunkte des Schutzkonzeptes sind die flächendeckende Thematisierung sowie Sensibilisierung, Benennung und Qualifizierung von Ansprechpersonen und Krisenteams. Im Fokus stehen daneben individuelle Risikoanalysen um Gefährdungspotentiale zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Das Schutzkonzept kannst du entweder auf dieser Internetseite downloaden oder über das Bundesbüro der DLRG-Jugend unter info@dlrg-jugend.de bestellen.

Umgang mit sexualisierter Gewalt in der DLRG-Jugend

Darüber hinaus wurde eine Handreichung zum Umgang mit sexualisierter Gewalt in der DLRG-Jugend  "Umgang mit sexualisierter Gewalt in der DLRG-Jugend" (PDF, 1,7 MB)erstellt. Sie dient als Hilfestellung für ehrenamtliche Mitarbeiter/innen und wurde in der 3. Auflage veröffentlicht. Das Handout kannst du im Bundesbüro unter info@dlrg-jugend.de bestellen.